{"id":59,"date":"2016-04-09T21:24:09","date_gmt":"2016-04-09T19:24:09","guid":{"rendered":"http:\/\/cgw.de\/cgw\/?page_id=59"},"modified":"2016-04-09T21:24:09","modified_gmt":"2016-04-09T19:24:09","slug":"stellungnahme-zur-schrift-der-frieden-braucht-uns","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/cgw.de\/?page_id=59","title":{"rendered":"Stellungnahme zur Schrift &#8220;Der Frieden braucht uns&#8221;"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Stellungnahme zur Schrift <\/strong><\/h3>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>&#8220;Der Frieden braucht uns&#8221;<br \/>\n<\/strong>(www.friedensdienst.de)<\/h3>\n<table width=\"90%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"4\" width=\"100%\"><strong>CGW<\/strong> Christen f\u00fcr gerechte Wirtschaftsordnung e.V.<\/p>\n<p><strong>1. Vorsitzender Prof. Dr. Roland Geitmann<\/strong><\/p>\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"50%\">Prof. Dr. Roland Geitmann\u00a0\u00a0 M.-Bucer-Stra\u00dfe 6\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 D \u2013 77694 Kehl<\/p>\n<p>Aktionsgemeinschaft<br \/>\nDienst f\u00fcr den Frieden e.V.<br \/>\nBl\u00fccherstr. 14<br \/>\n53115 Bonn<\/p>\n<p>&nbsp;<\/td>\n<td width=\"25%\">Anschrift:<br \/>\nTelefon:Datum:<\/td>\n<td width=\"25%\">Martin-Bucer-Str. 6<br \/>\n77694 Kehl07851 \/ 7213711. Febr. 2006<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong> \u201eDer Friede braucht uns!\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Mildenberger,<br \/>\nsehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p>wir begr\u00fc\u00dfen die Absicht der EKD, eine neue Friedensschrift vorzubereiten, sowie die Initiative der AGDF, dies durch einen breiten Diskussionsprozess zu begleiten.<\/p>\n<p>Wir hoffen, dass diese Aktivit\u00e4ten den Blick f\u00fcr den Kern der friedensbedrohlichen Ver\u00adh\u00e4ltnisse sch\u00e4rfen, indem sie den \u00d6kumenischen Bekenntnisprozess \u201eWirtschaft im Dienst des Lebens\u201c voran treiben. In dessen Rahmen, insbesondere herausgefordert durch die Entschlie\u00dfung des Reformierten Weltbunds in Accra 2004, wird noch gezielter gefragt und zu kl\u00e4ren sein, in welcher Weise unser Wirtschaftssystem die Gesellschaft auf Unfrieden programmiert.<\/p>\n<p>Wir begr\u00fc\u00dfen deshalb, dass die vorgelegte Schrift diesen Zusammenhang zwischen Wirt\u00adschaftssystem und Frieden gleich in der ersten These anspricht und in der Schlussthese (\u201eFrieden in Gerechtigkeit\u201c) best\u00e4tigt und im Materialheft dazu hilfreiche Dokumente abdruckt. Dennoch bleiben solche allgemein gehaltenen Formulierungen vergleichsweise unverbindlich. Deshalb w\u00fcrden wir uns w\u00fcnschen, dass die EKD und ihre Kammer f\u00fcr \u00f6ffentliche Verantwortung den Mut finden, sich auf die in allen Religionen und insbesondere auch im Christentum verankerten Grundregeln des wirtschaftlichen Miteinanders zu besinnen und zu bekennen, dass deren Missachtung den Frieden auf dieser Erde m\u00f6glicherweise am st\u00e4rksten gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>Nicht umsonst konzentrieren wir uns als Teil der Bewegung f\u00fcr Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Sch\u00f6pfung auf die Ordnung der Wirtschaft, deren alles zerst\u00f6render Krebs im Geldwesen sitzt. Die Tatsache, dass \u201eGeld\u201c auch gerade f\u00fcr die Kirche ein Tabuthema ist, obwohl sie hierzu durch Jahrtausende wichtige Erkenntnisse tradierte und mittlerweile in den Giftschrank verbannte, erkl\u00e4rt die allgemeine Lage und best\u00e4tigt unsere Diagnose. Deswegen wird auch eine neue Friedensschrift nur dann wirklich hilfreich sein, wenn sie auch dieses Thema angeht und klarstellt, was es sowohl f\u00fcr das Verhalten des Einzelnen als auch f\u00fcr die Sozialgestaltung der Gesellschaft bedeutet, sich in der Alternative \u201eGott oder Mammon\u201c f\u00fcr Ersteren zu entscheiden.<\/p>\n<p>Zur Erl\u00e4uterung verweisen wir auf die drei beiliegenden Schriften und weitere Literatur. Wir behaupten nicht, dass unsere Reformvorschl\u00e4ge zum Geldwesen allein den Frieden gew\u00e4hrleisten k\u00f6nnen; soweit dieser \u00fcberhaupt erreichbar ist, bedarf es daf\u00fcr viel umfassenderer Anstrengungen. Wir wollen lediglich nachdr\u00fccklich darauf aufmerksam machen, dass unsere Gesellschaft auf direkte und strukturelle Gewalt, auf milit\u00e4rische R\u00fcstung und Kriege so lange programmiert bleibt, als wir am Geldwesen nicht die \u00c4nderungen vornehmen, die Religionen seit eh vorzeichnen \u2013 und die Juden und Muslime intensiver suchen als wir Christen und ansatzweise auch umsetzen.<\/p>\n<p>Unter diesem Aspekt nehmen wir zu einigen der in Ihrem Informationsheft gestellten Fragen Stellung:<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"75\"><strong> 1.<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"3\"><strong> Wirtschaft soll dem Leben dienen<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"75\"><\/td>\n<td width=\"75\">a)<\/td>\n<td colspan=\"2\">Ihre Beschreibung stimmt. Die Gesellschaft kann von sich nicht behaupten, sie beruhe auf einem christlichen Wertekanon.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"75\"><\/td>\n<td width=\"75\">b)<\/td>\n<td colspan=\"2\">Die von uns und vielen Menschen, Gruppen und Organisationen betriebene Bildungsarbeit sowie die wachsende Not und Angst der Menschen haben das Interesse an den von uns bearbeiteten Fragen zur besseren Funktionsweise des Geldes wachsen lassen. Die kirchliche Friedensschrift k\u00f6nnte \u2013 um diese Gedanken angereichert \u2013 neue Impulse und Orientierung geben.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"75\"><\/td>\n<td width=\"75\">c)<\/td>\n<td colspan=\"2\">Eine grundlegende Ver\u00e4nderung unseres Wirtschaftssystems ist dringend notwendig, die allen Menschen den gleichen Zugang zu dem er\u00f6ffnet, was allen gemeinsam geh\u00f6rt. Dazu geh\u00f6ren sowohl die Regelung der Landfrage und der Rohstoffverteilung als auch das Geld. Das bedeutet:<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"75\"><\/td>\n<td width=\"75\"><\/td>\n<td width=\"75\">&#8211;<\/td>\n<td>Ver\u00e4nderung des Geldwesens (sowohl \u00f6konomisch als auch biblisch begr\u00fcndbar) z.B. durch eine Liquidit\u00e4tsabgabe mit dem Ziel eines um Null pendelnden Zinsniveaus und damit Stopp der zinsbedingten Subventionierung der Reichen durch die Armen, des Verschuldungs- und Wachstumszwangs, der Wirtschaftskonzentration und des Handels mit Unternehmensbeteiligungen;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"75\"><\/td>\n<td width=\"75\"><\/td>\n<td width=\"75\"><\/td>\n<td>Mitarbeiterbeteiligung an Unternehmen ohne Eigentumsanspr\u00fcche;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"75\"><\/td>\n<td width=\"75\"><\/td>\n<td width=\"75\"><\/td>\n<td>Eind\u00e4mmung der spekulativen Devisenums\u00e4tze (z.B. durch Tobinsteuer).<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"75\"><\/td>\n<td width=\"75\"><\/td>\n<td width=\"75\">&#8211;<\/td>\n<td>Schrittweise Verlagerung der Steuerlast weg von der Arbeit hin auf die Inanspruchnahme von Naturressourcen (insbesondere Energie, Rohstoffe, Wasser und Boden); als \u00d6koumlage (letztlich weltweit) pro Kopf zur\u00fcckverteilt erm\u00f6glicht dies Menschen ein Grundeinkommen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"75\"><\/td>\n<td width=\"75\">d)<\/td>\n<td colspan=\"2\">Wir bef\u00fcrworten B\u00fcndnisse und arbeiten schon jetzt zusammen mit den \u00d6kumenischen Netzen, Kairos Europa, Attac, Kooperation f\u00fcr den Frieden, Erlassjahr-Kampagne, IKvu, Initiative Nat\u00fcrliche Wirtschaftsordnung (INWO), Sozialwissenschaftliche Gesellschaft (SG), Seminar f\u00fcr freiheitliche Ordnung, Netzwerk soziale Dreigliederung, Initiative \u201eAufbruch \u2013 anders besser leben\u201c u.a.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"75\"><strong>2<\/strong><strong>.<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"3\"><strong>Sicherheit \u2013 f\u00fcr wen und wovor?<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"75\"><\/td>\n<td width=\"75\">a)<\/td>\n<td colspan=\"2\">Wir teilen den zitierten umfassenden Sicherheitsbegriff der UNO und meinen, dass Sicherheit am meisten bedroht ist durch Ungerechtigkeit \u2013 und durch das Bestreben der Reichen, sich ihre Privilegien zu erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"75\"><\/td>\n<td width=\"75\">b)<\/td>\n<td colspan=\"2\">Wir erwarten vom Staat prim\u00e4r eine Rahmenordnung, die sowohl ein solidarisches Miteinanderwirtschaften als auch freie kulturelle Entfaltung der Menschen gew\u00e4hrleistet und<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"75\"><\/td>\n<td width=\"75\">c)<\/td>\n<td colspan=\"2\">nicht Ma\u00dfnahmen zur Absicherung geopolitischer Interessen und des Zugangs zu Naturressourcen in anderen Regionen. Die unter 1c) genannte \u00d6koumlage w\u00fcrde bewirken, dass das g\u00f6ttliche Geschenk dieses sonnenbeschienenen Planeten bei jedem Menschen ankommt und alle Menschen der Erde gleichen Zugang zu den Naturressourcen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"75\"><\/td>\n<td width=\"75\">d)<\/td>\n<td colspan=\"2\">Eine eindeutige kirchliche Stellungnahme zu Gunsten solch globaler Teilhabe als Voraussetzung der \u201eSicherheit f\u00fcr alle\u201c und die beharrliche Forderung, die Wirt\u00adschaftsordnung entsprechend zu ver\u00e4ndern, w\u00e4ren wichtige Schritte.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"75\"><strong> 3.<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"3\"><strong>H\u00e4nde weg vom \u201eSpiel\u201c mit dem Krieg<\/strong><\/p>\n<p>Eine krebsartig auf exponentielles Wachstum programmierte Wirtschaft m\u00fcndet zwangsl\u00e4ufig in milit\u00e4rische R\u00fcstung und Kriege \u2013 im Kampf um begrenzte Natur\u00adressourcen, zur Absicherung von Privilegien gegen\u00fcber den Armen und als Wachstumsfeld. Deshalb arbeiten wir als Teil der Friedensbewegung an diesem Kern\u00fcbel und fordern die Kirche auf, Gleiches zu tun.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"75\"><strong>4<\/strong><strong>.<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"3\"><strong> Mut zur Gewaltlosigkeit<\/strong><\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich bef\u00fcrworten und f\u00f6rdern wir alle geeigneten Formen gewaltfreier Konfliktaustragung, f\u00fcrchten allerdings, dass die materiellen Existenz\u00e4ngste, wie sie unser strukturell gewaltt\u00e4tiges Wirtschaftssystem t\u00e4glich erzeugt, die Menschen \u00fcberfordern und immer wieder zu direkter Gewalt antreiben werden.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"75\"><strong> 5.<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"3\"><strong> Wer Frieden will, muss Frieden wagen<\/strong><\/p>\n<p>Auch wir sind von der friedensstiftenden \u00dcberlegenheit gewaltfreier Bearbeitung von Konflikten \u00fcberzeugt und bef\u00fcrworten den Aufbau internationaler Polizeikr\u00e4fte in der Hand der UNO, geben jedoch zu bedenken, dass ein auf Wachstum programmiertes Weltwirtschaftssystem in immer gr\u00f6\u00dferem Ausma\u00df zerst\u00f6ren muss, um weiterhin Wachstumsfelder zu bieten.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"75\"><strong>6<\/strong><strong>.<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"3\"><strong> Religion zwischen Frieden und Gewalt<\/strong><\/p>\n<p>In den vergangenen 2000 Jahren sind Juden immer wieder Opfer eines verfehlten Geldwesens geworden, indem sie zwecks wirtschaftlicher Belebung in die Rolle des Geldverleihers gedr\u00e4ngt wurden. Solange keine anderen L\u00f6sungen gefunden wurden, mussten sich dabei \u2013 entgegen religi\u00f6sen Gesetzen \u2013 Zinsforderungen und entsprechende Interessengegens\u00e4tze und Spannungen einstellen. Im Bem\u00fchen um konstruktive L\u00f6sungen sind sowohl Juden (mit Netzen zinsloser Leihe im Umfeld von Synago\u00adgen) als auch Muslime (mit den von Islamischen Banken angebotenen Formen der Gewinn- und Verlustbeteiligung) den Christen, die dieses Kernproblem der Wirtschaft seit vier Jahrhunderten verdr\u00e4ngt haben, deutlich voraus.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"75\"><strong> 7.<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"3\"><strong> Frieden ist nur gemeinsam m\u00f6glich<\/strong><\/p>\n<p>Ihre Feststellungen k\u00f6nnen wir nur best\u00e4tigen, insbesondere was die Rolle und Ver\u00adantwortung der Nichtregierungsorganisationen anbetrifft. Hier gibt es mehr an zukunftsweisenden, systemwandelnden und friedensf\u00f6rdernden Suchbewegungen und Initiativen, als die Kirchen bislang wahrnehmen. Der Anteil der von Ray\/Anderson so genannten \u201eKulturell Kreativen\u201c d\u00fcrfte mittlerweile 30\u00a0% der Bev\u00f6lkerung betragen und f\u00fchlt sich doch nur zu einem geringen Teil in der Kirche beheimatet. Kirchen sollten sensibler und offener werden f\u00fcr solche Initiativen, diese durch positive Resonanz ermutigen und sich an ihren Projekten beteiligen. Dies gilt gerade auch f\u00fcr solche, die das Geldwesen betreffen wie Leihgemeinschaften, Tauschringe und Regionalw\u00e4hrungen, zumal diese sich im Verh\u00e4ltnis zur einseitig machtgepr\u00e4gten globalen Geldwirtschaft als komplement\u00e4re und stabilisierende Elemente erweisen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>In einer Gesellschaft, in der sich dank technischen Fortschritts die Erwerbsarbeit verringert und die ihre Mitglieder deshalb durch ein Grundeinkommen in ihrer Existenz wird sichern m\u00fcssen, k\u00f6nnten Kirchen zu einem wichtigen Akteur des dritten Sektors werden, der Menschen bef\u00e4higt, sich jenseits von Erwerbszielen kreativ in die Gesellschaft einzubringen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"4\">Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Prof. Dr. R. Geitmann<\/p>\n<p>Anlagen:<\/p>\n<p>&#8211; Helmut Creutz: Wirtschaftliche Triebkr\u00e4fte von R\u00fcstung und Krieg (2001)<br \/>\n&#8211; Roland Geitmann: Geld und R\u00fcstung. Zusammenh\u00e4nge zwischen Geldsystem, Wirtschaftskrisen und R\u00fcstung (1994)<br \/>\n&#8211; Werner Onken: Frieden schaffen durch soziale Gerechtigkeit (2000)<br \/>\n&#8211; B\u00fccherliste<\/p>\n<p>Bankverbindung CGW: Postbank Niederlassung Karlsruhe, BLZ\u00a0660\u00a0100\u00a075, Konto-Nr.\u00a01140\u00a012\u2011753<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stellungnahme zur Schrift &#8220;Der Frieden braucht uns&#8221; (www.friedensdienst.de) CGW Christen f\u00fcr gerechte Wirtschaftsordnung e.V. 1. 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